In Österreich erkranken jährlich rund 400 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, und etwa 150 Frauen sterben daran. Diese Zahlen verdeutlichen die Bedeutung der Früherkennung. Dank regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen wie dem PAP-Abstrich ist die Sterblichkeit durch Gebärmutterhalskrebs in den letzten Jahrzehnten erheblich gesunken. In unserer Praxis bieten wir Ihnen eine präzise Diagnostik und individuelle Beratung, um Ihre Gesundheit bestmöglich zu schützen.
Was ist ein PAP-Abstrich?
Definition
Der PAP-Abstrich ist eine einfache, schmerzfreie Methode, um Zellen vom Gebärmutterhals zu entnehmen und auf Veränderungen zu untersuchen.
Teil des Vorsorgeprogramms
Der PAP-Abstrich ist Teil des österreichischen Vorsorgeprogramms und wird allen Frauen ab 18 Jahren empfohlen.
Kombination mit HPV-Test
Zur Verbesserung der Früherkennung wird der PAP-Abstrich häufig mit einem HPV-Test kombiniert. Dieser erkennt Hochrisiko-HPV-Typen, die für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich sein können.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Vorbereitung
Idealerweise sollte der PAP-Abstrich 5 Tage nach der letzten Regelblutung durchgeführt werden.
Vermeiden Sie Vaginalcremes, Spermizide oder Gleitmittel mindestens 3 Tage vor der Untersuchung, um verfälschte Ergebnisse zu vermeiden.
Ablauf
Während der gynäkologischen Untersuchung wird mit einem kleinen Bürstchen oder Spatel eine Zellprobe vom Gebärmutterhals entnommen.
Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Analyse
Die entnommenen Zellen werden in einem spezialisierten Labor auf Zellveränderungen untersucht. Ergebnisse liegen meist innerhalb von 3–5 Tagen vor.
Warum ist der PAP-Abstrich wichtig
Früherkennung
Zellveränderungen können Jahre vor der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs auftreten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ermöglichen eine frühzeitige Behandlung und erhöhen die Heilungschancen erheblich.
HPV-Test und Impfung
In Kombination mit dem HPV-Test kann das Risiko für Gebärmutterhalskrebs signifikant gesenkt werden. Die HPV-Impfung bleibt auch für geimpfte Frauen wichtig, da sie nicht alle Hochrisiko-Typen abdeckt.
Wie oft sollte der PAP-Abstrich durchgeführt werden?
Empfohlene Intervalle:
• Ab 20 Jahren: Jährlicher PAP-Abstrich. • Ab 30 Jahren: PAP-Abstrich in Kombination mit einem HPV-Test alle 3–5 Jahre,
wenn keine Auffälligkeiten vorliegen.
Was passiert bei auffälligen Ergebnissen?
Leicht auffällige Befunde
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen oder ergänzende Diagnostik wie eine Kolposkopie (Untersuchung des Gebärmutterhalses unter Vergrößerung).
Stark auffällige Befunde
Überweisung in eine Dysplasie-Sprechstunde zur genauen Abklärung. Gezielte Behandlungsmaßnahmen wie Konisation oder engmaschige Nachsorge.
Nachsorge
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind entscheidend, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.
Zusätzliche Angebote
HPV-Test
Identifiziert Hochrisiko-HPV-Typen und verbessert die Früherkennung in Kombination mit dem PAP-Abstrich.
Blasen- und Darmkrebs-Schnelltests
Ergänzende Vorsorgeangebote, die einfach durchzuführen sind und eine frühe Diagnostik ermöglichen.
Fact-Sheet: PAP-Abstrich
Dauer der Untersuchung
5–10 Minuten
Schmerzempfinden
Schmerzfrei
Ergebniszeit
3–5 Tage
Empfohlenes Intervall
Jährlich, ab 30 Jahren alle 3–5 Jahre
Risikogruppe
Frauen ab 18 Jahren und bei HPV-Risiko
Früherkennung rettet Leben – Vertrauen Sie auf moderne Vorsorge
Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin für einen PAP-Abstrich in unserer Praxis. Gemeinsam schützen wir Ihre Gesundheit.
Nein, die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten.
Warum ist der HPV-Test in Kombination mit dem PAP-Abstrich wichtig?
Der HPV-Test erkennt Hochrisiko-Typen des Virus, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können. In Kombination mit dem PAP-Abstrich bietet er die höchste Sicherheit.
Ab welchem Alter sollte ich mit dem PAP-Abstrich beginnen?
Ab 18 Jahren wird der PAP-Abstrich jährlich empfohlen.
Wie schützt die HPV-Impfung?
Die HPV-Impfung schützt vor den häufigsten Hochrisiko-HPV-Typen, ist aber kein Ersatz für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen.
Wie oft sollte ich den PAP-Abstrich wiederholen?
Ab 20 Jahren jährlich, ab 30 Jahren alle 3–5 Jahre in Kombination mit einem HPV-Test.